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Rauchen und Hypnose

Am psychologischen Institut Tübingen, das von sich sagt, hypnotherapeutische Programme zur Raucherentwöhnung hätten bei ihnen eine lange Tradition, schreibt man, dass die Erfolgsrate der Hypnotherapie weit über der anderer Therapieformen liegt.

Zitat MEG-Tübingen: "Vor allem langfristig gesehen scheint die Hypnotherapie anderen Psychotherapien und somatischen Therapien überlegen." Mittelfristig könnten so Abstinenzraten von fast 90 % mit nur drei Hypnosesitzungen erreicht werden.

Dr.Cornelie Schweizer und Prof. Dr. Revenstorf berichten von Erfolgsraten bis 88 %. Einschränkend berichten sie von grosser Varianz bei den Abstinenzraten. Sie führen das jedoch auf mangelhafte Methodik zurück.

Hilfreich ist, laut Schweizer und Revenstorf, schon zwei Tage vor Beginn der Therapie aufzuhören.

Sie machten eine Studie mit 149 Teilnehmern zum Thema Raucherentwöhnung mit Hypnotherapie. Von diesen 149 Teilnehmern wurden 60 mit Gruppenhypnose, Verhaltenstherapie und Nikotinpflaster, 46 Teilnehmer mit Einzelhypnose, Verhaltenstherapie und Nikotinpflaster, 43 Teilnehmer nur mit Verhaltenstherapie und Nikotinpflaster behandelt. Die Wissenschaftler berichten von folgenden Ergebnissen:

Nach drei Monaten waren noch 66,3 % der Hypnosegruppe abstinent im Vergleich zu 27,3 % in der Kontrollgruppe. Nach 12 Monaten waren noch 48,1 % der Hypnosegruppe abstinent und nur noch 22,6 % in der Kontrollgruppe.

Nach drei und nach 12 Monaten war also der Anteil der Abstinenten in der Hypnosegruppe signifikant höher als in der Nicht-Hypnosegruppe (Kontrollgruppe).

Bei einem weiteren Vergleich in dieser Studie wurde die Wirkung der Gruppenhypnose im Vergleich zur Einzelbehandlung mit Hypnose gemessen. Dabei waren nach drei Monaten noch 54,5 % der Hypnosegruppe abstinent, bei den Klienten, die einzeln mit Hypnose behandelt wurden, waren es 59,9 %. Nach 12 Monaten waren 42,5 % der Teilnehmer der Gruppenhypnose abstinent und 35,7 % der Einzelklienten.

Mir scheint noch wichtig zu erwähnen, dass die Wirkung der Nikotinpflaster mituntersucht wurde. Nach drei Monaten rauchten diejenigen, die mit Hypnose und ohne Pflaster behandelt wurden, etwa gleich viel, wie diejenigen, die mit zusätzlichen Nikotinpflastern behandelt wurden. Die Kontrollgruppe (mit Pflaster, ohne Hypnose) rauchte wesentlich mehr. Das Nikotinpflaster steigerte die Wirkung der Hypnose also nicht.

Nach 12 Monaten steigerte die "Nur-Hypnose-Gruppe" ihren Konsum nicht mehr, die Gruppe mit Hypnose und Pflaster verdoppelte ihren Konsum. Damit widerspricht dieses Ergebnis der vorherrschenden Meinung, Nikotinpflaster hätten einen positiven Effekt bei der Raucherentwöhnung.

Die Studie zeigt auch, dass Hypnose zur Raucherentwöhnung, unabhängig vom Klienten, vom vorherigen Rauchverhalten und vom Therapeuten wirksam ist.

Zitat: "Dabei wurden eindeutig positive Effekte der Hypnose auf den Behandlungserfolg nachgewiesen."

W. Meinhold berichtet aus seiner Praxis über gute bis sehr gute Erfolgsaussichten beim Rauchstopp mit aufdeckenden Hypnoseverfahren, gestufter Aktivhypnose, suggestiven Hypnoseverfahren und autogenem Training (= Selbsthypnose).

Das Wichtigste wurde hier aufgeführt. Wie oben erwähnt wurde, gibt es bei anderen Studien/Versuchen weit gestreute Ergebnisse. Was aber wahrscheinlich an teilweise mangelhaften Verfahren liegen kann, wie Schweizer und Revenstorf berichten


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